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Usbekistan |
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Geographie / Klima:
Usbekistan ist
ein Binnenstaat in Zentralasien umringt von den Ländern Kasachstan, Kirgisistan,
Tadschikistan, Afghanistan und Turkmenistan. Usbekistan und Liechtenstein sind
die einzigen Binnenstaaten der Erde, die wiederum nur von Binnenstaaten umgeben
sind. Ein Großteil der Landesfläche von Usbekistan ist Wüste, trotzdem ist die
Landschaft sehr abwechslungsreich. Die Gebirgsketten des Tienschan und des
Pamir-Altaj beherrschen das Landschaftbild im Süden und Osten. Eine natürliche
Grenze im Nordwesten bilden der Aralsee und die fast unbewohnte
Ust-Urt-Hochebende mit ihren vielen Baumwollfeldern.
Klimatisch gehört Usbekistan zur gemäßigten Zone. Je nach Region herrschen
gemäßigtes Wüstenklima, gemäßigtes Steppenklima oder kontinentales Feuchtklima
vor. Die Sommer sind meist heiß mit bis zu 35 – 40 Grad und die Winter kalt und
unbeständig.
Natur und Umwelt:
Der größte Teil
der Landesfläche von Usbekistan ist Wüste. Trotzdem bietet das Land eine
reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. In der weitläufigen Steppen- und
Wüstenlandschaft finden sich über 3000 Grasarten und 80 Baumarten. Zu den
wichtigsten der über 40 Säugetierarten zählen verschiedene Steppenschafarten,
Rothirschem Braunbären, Füchse, Wildschweine und sogar Schneeleoparden, die in
den Ausläufern des Tienschan Gebirges beheimatet sind. Der Kaspische Tiger ist
leider ausgestorben, der bis vor einigen Jahrzehnten noch das Delta des Flusses
Amudarja durchstreifte. Auch Vogelliebhaber kommen bei über 400 Vogelarten auf
ihre Kosten. Hinzu kommen ungefähr 60 Reptilienarten und über 70 Fischarten.
Bevölkerung:
Usbekistan hat
knapp 28 Millionen Einwohner. Die Bevölkerung besteht aus über 100
Völkerschaften. Die Usbeken bilden mit über 70 % die Mehrheit. Dazu kommen unter
anderen Russen, Tadschiken, Kasachen und Koreaner. Die vorherrschende Religion
ist der sunnitische Islam.
Wirtschaft und Verkehr:
In der
ehemaligen Sowjetunion war Usbekistan eine der ärmsten Republiken. Heute ist das
Land drittgrößter Baumwollexporteur der Welt. Zusätzlich werden Erdgas, Gold
und Kupfer gefördert.
Das Verkehrsnetz Usbekistans ist sehr dicht, aber teilweise veraltet. Die
Eisenbahnstrecken verbinden das Land mit der Transsibirischen Eisenbahn und dem
Kaspischen Meer.
Kultur:
Usbekistan war
schon seit dem frühen Mittelalter ein Kerngebiet islamischer Kultur. Besonders
die Zentren in der heutigen Mitte des Landes, Samarkand und Buchara, haben
kulturell eine bedeutende Geschichte.
Sie brachten viele bedeutende
Philosophen,
Wissenschaftler
und
Theologen
hervor.
Die Kultur und Traditionen der usbekischen Völker sind eng mit der Seidenstraße
verbunden. Ausgrabungen belegen, dass der Zoroastrismus vor über 3500 Jahren auf
dem Gebiet des heutigen Usbekistans entstanden ist. Wie in vielen Ländern
entwickelte sich die Literatur aus den mündlichen Überlieferungen. Auch die
bildende Kunst, das Kunsthandwerk und der Tanz blicken auf eine lange Tradition
zurück. Nach Erlangung der Unabhängigkeit wurden viele Traditionen, Sitten und
Feste wieder eingeführt, die unter dem Regime der ehemaligen Sowjetunion
verboten waren.
Verwaltung:
Usbekistan ist in
13 Provinzen und eine autonome Republik (Karakalpakstan) gegliedert.
Politik & Recht:
Nach dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion wurde Usbekistan 1991 unabhängig. Ein Jahr später wurde eine demokratische Verfassung eingeführt. Allerdings sind bis heute keine Oppositionsparteien zugelassen. Das Land ist heute eine Präsidialrepublik, die Position des Präsidenten ist sehr dominant. Er ernennt seine Minister, die Mitglieder des Verfassungsgerichts und Gouverneure.