Tuva

Das Land der Schamanen

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Es gibt in Russland keine andere Region, die so unterschiedliche Landschaften und eine so grosse Vielfalt verschiedener Kulturen umfasst wie die Republik Tuva.
Sie liegt weit ab von allen grossen Verkehrswegen Russlands und Zentralasiens und ist wohl deshalb fast unbekannt in der restlichen Welt.
Dies ist aber auch der Grund dafür, dass sich hier eine Vielzahl uralter Traditionen erhalten haben und dass Tuva noch immer ein Sammelsurium unterschiedlichster Kulturen ist. Im Laufe vieler Epochen gab es Einflüsse aus verschiedenen Richtungen und dadurch ist schliesslich die unvergleichliche Vielfalt des tuvinischen Gebietes entstanden.

Durch die geringe wirtschaftliche Erschliessung der Region und aufgrund der wenig entwickelten Infrastruktur hat sich in Tuva eine sehr artenreiche und interessante Flora und Fauna erhalten.
Das Gebiet steht aufgrund seiner ausserordentlich reinen Luft unter besonderem Schutz der Vereinten Nationen.
 

In den Wäldern wachsen hauptsächlich Lärchen, daneben gibt es auch Tannen und Zedern. Birken sind in dieser Region so gut wie keine zu finden. Der Wald ist geprägt durch viele Beerensträucher, die das weiträumige Unterholz bedecken. Im südlichen Teil von Tuva beherrschen Bergsteppen die Landschaft. Hier kann man sogar Rentiere und Kamele auf ein und dem selben Landstrich in freier Natur finden, was weltweit einmalig ist.

Tuva ist von allen Seiten von mehr oder weniger hohen Gebirgen umgeben. So grenzt im Nordosten das Sajan-Gebirge an das Gebiet von Tuva. Die östlichen Ausläufer des Sajan wiederum reichen bis an den Baikalsee.

Das sich südöstlich anschliessende Zagan-Schibetu setzt sich bis in die Mongolei hinein fort. Im Süden wird Tuva von dem Gebirge Tschichatchov begrenzt, dessen höchste Gipfel über 4000 Meter hoch sind. Die im Westen der Republik liegenden Gipfel des Schanschalski-Gebirges sind ebenfalls in Dimension und Charakteristik den europäischen Alpen vergleichbar.
 

Einer der grossen Ströme Russland, der Jenissei, entspringt auf dem Territorium von Tuva. Aus den Quellflüssen Bi-Chem (grosser Fluss) und Ulug-Chem (kleiner Fluss) bildet sich der Ulug-Chem, der „Grosse Strom“. Das Quellgebiet des Jenissei umfasst fast das ganze Gebiet Tuvas. Insgesamt beträgt die Länge aller Zuflüsse und Nebenflüsse des Jenissei über 7500 km innerhalb der Republik Tuva.
Es gibt viele heisse Quellen und insgesamt über 100 Seen, die eine Fläche von 370 Quadratkilometern bedecken. Teilweise gibt es im Bereich der Thermalquellen Sanatorien, wo verschiedene Krankheiten behandelt werden. Allerdings liegen die meisten heissen Quellen in sehr schwer zugänglichen Gebirgsregionen.

In der Nähe von Kyzyl, der Hauptstadt der Republik Tuva, steht ein grosses Monument, das den geografischen Mittelpunkt Asiens darstellt.
In Kyzyl kann man im Museum sehr viel Interessantes zur Geschichte und Kultur der Region sehen.

In Tuva ist eine sehr tief verwurzelte Religiösität vorhanden, was sich besonders in den tradtionellen Bräuchen der Schamanen zeigt. Noch heute nehmen die "Medizinmänner" eine ganz besondere Stellung in der Gesellschaft ein.

Auch der Buddhismus hat hier eine grosse Bedeutung und eine lange Tradition. Schon vor vielen Jahrhunderten kam die Religion von Tibet in diese Gegend und hat sich hier relativ eigenständig entwickelt.

 

© BaikalExpress 2002

 
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Link-Tip: ZDF-Expedition: Schliemanns Erben - Das Gold von Tuva

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